Mittwoch, 14. September 2016
so authentisch
wie ich die letzte woche hier auf diesem blog die lähmende macht der depression demonstriert habe, so authentisch war ich selten zuvor. muss mir doch tatsächlich jetze mal auf die schulter klopfen!

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Montag, 5. September 2016
Ley hüpft im Karree.
Aufregung.
Einfach nur das. Morgen geht es los. Ich weiß nicht, wie ich es überleben soll. Aufregung. Herzklopfen. Angst. Unwillen. Aber natürlich auch ein Wille. Ich will ja, ich weiß nur nicht, WIE es gehen soll. Nach all den Monaten AU hat sich doch eine gewisse Hoffnungslosigkeit angemeldet. Ich weiß nicht, wie ich die wieder loswerden soll. Aufregung. Nicht klar denken können. Peinlichkeit. Was denken eigentlich die Leute von mir. Was denke ich von mir. Ärger. Schon wieder Klinik, schon wieder Therapie, schon wieder das ganze. Mutlosigkeit. Traurigkeit. Ich dachte, ich wäre über den Berg, ich dachte, ich wäre das Schlimmste endlich los, aber so ist es nicht, ich bin immer noch am Anfang. Viele Wünsche. Aufregung. Wohin damit.

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Samstag, 3. September 2016
Boom.
Schon den ganzen Tag steht irgend jemand mit einer riesigen Boombox im Park direkt vor meinem Fenster und hört lautstark "Musik". Es macht mich wahnsinnig. Dass da überhaupt jemand steht und so einen Krach macht, und dass es dann ausgerechnet diese Art von Geräusch sein muss. Werde ich alt? Ja, das muss es wohl sein. In spätestens acht bis zehn Jahren werde ich mich aus dem Fenster hängen und runter keifen, die Jugend von heute solle sich am Riemen reißen und gefälligst ein bisschen Respekt zeigen vor den zivilisierten Leuten, die hier zu wohnen versuchen.

Ich kann das aber immerhin prima als Ausrede verwenden, um nicht meinen Klinikkoffer packen zu müssen. Ich bin so nervös vor diesem Klinikaufenthalt, auch wenn ich mich ganz freiwillig dafür entschieden habe. Ich weiß nicht, ob mir das wirklich helfen wird. Eigentlich bin ich ja überzeugt, dass solche Maßnahmen gut sind, aber jetzt kommen halt doch die Zweifel und Ängste. Und die Peinlichkeit. Wenn Leute nachfragen, warum denn, ich sei doch schonmal in sowas gewesen, was denn jetzt auf einmal los sei, dass ich da wieder hin will. Klar ist mir das peinlich, auch wenn ich weiß, dass es das nicht sein muss. Aber ich schäme mich dafür. Andere Leute kriegen ihr Leben auf die Reihe, ich nicht.

Jetzt sind da auch noch Leute im Park, die applaudieren und jubeln. Ich vermute, der Mensch mit der Boombox singt sogar selber?! Gottogott. Ghettogott.

Gestern vom Yoga verabschiedet. Heute vom Tanzkurs. Es wird ernst! Draußen sind irgendwelche Groupies und rasten aus. Ich bin neidisch. Also, dass die rumhüpfen und schreien und ausrasten können. Möchte ich jetzt auch. Aber nein, ich esse brav meine Spaghetti und überlege, welche Kosmetiktasche ich mitnehme, die hübschere oder die größere. Vermutlich werden es am Ende beide. Man muss zwar alles unterkriegen, aber man braucht ja auch was Schönes, fürs Auge!

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